Was ist HTML5?

Veröffentlicht von Franzisca Beierlein am

Bevor wir uns der Frage zuwenden, was es mit HTML5 auf sich hat, wäre zu allererst interessant zu wissen:

Was ist überhaupt HTML?

HTML nähmlich gibt es schon sehr lange, fast so lange, wie wir die Möglichkeit haben Internetseiten im Browser zu betrachten. Genau dafür ist nähmlich diese Skriptsprache angedacht. Sie beschreibt in einer Sprache wie eine Seite struktiert sein soll. So ähnlich wie dieser Abschnitt, der gerade gelesen wird.
Ein Absatz wäre hier beispielsweise mit einem <p> -tag ausgezeichnet – etwa so:

<p>Ich bin ein Absatz</p>

Der Browser interpretiert dieses Tag und stellt uns den Absatz visuell dar, damit wir ihn besser lesen können. Denn würden alle unsere Internetseiten in etwa so aussehen:

Auszug aus einem Quellcode

… hätten wir alle kaum Spaß uns mit der Seite überhaupt auseinanderzusetzen. Wir würden sie nicht einmal verstehen. Aber: Der Browser versteht genau diese Sprache und ist so freundlich uns diese visuell und für uns verständlich auszugeben.

Der Beginn von HTML

Und jetzt haltet euch fest:

HTML findet seine Ursprünge bereits 1989!

Seither wurde die Sprache immer weiterentwickelt. 1993 bekam sie zum ersten Mal eine Versionsnummer, ein „+”. 1995 war es dann immerhin schon eine greifbarere Versionsnummer: 2.0.

Ich habe noch immer mein erstes Buch über HTML. Die Auflage ist vom Jahr 2000. Die Seiten fallen teilweise schon raus, aber ich kann mich einfach nicht davon trennen. Dieses Buch markiert für mich persönlich den Einstieg in die Webseiten-Programmierung. Zu diesem Zeitpunkt war die Entwicklung von HTML bereits bei der Version 4.0 angelangt – also veröffentlicht wurde sie 1997.

HTML4 als wichtiger Wendepunkt

Die Version 4.0 sehe ich als eine der wichtigsten Wendepunkte von HTML. Alle Versionen vorher erlaubten die Strukturierung von Text, Bilder, Tabellen und sogenannten frames (die heute keine Anwendung mehr finden) sowie aber auch Textauszeichnungen wie fett, kursiv, Schriftgrößen und -farben (um nur einiges zu nennen). Die Möglichkeiten, die bis dahin dazu kamen, Text auszuzeichnen und Bilder zu positionieren, waren so viel geworden, dass der Quellcode explodierte und es sehr lange dauerte bis man sich dort zurechtfand.

So kam mit dieser Version die Wende. Es wurden sogenannte Stylesheets (CSS) eingeführt. Endlich. Der Code wurde wieder übersichtlicher indem die Struktur (also der Aufbau einer Seite) strikt vom Aussehen (Design) getrennt wurde. Wie ein Absatz auszusehen hatte, wurde nicht mehr im HTML-tag definiert, sondern über eine Klasse, welche über CSS definiert und an beliebigen Stellen in HTML-tags aufgerufen wurde. Das entschlackte den Code enorm und es wurde wieder übersichtlicher.

Das bekannte HTML5

Heute: Bei Version 5.02 (2017) angekommen, ist die Struktur wirklich auf das Minimalste reduziert und die Styles sind komplett ausgelagert. Die Trennung zwischen Daten und Darstellung ist vollzogen.

So kommen wir nun endlich bei dem Begriff HTML5 an, der so bekannt geworden ist. Es ist also eine weitere Version von HTML, die aber auch einen berechtigten Teil zur Reduzierung der Sprache zum Aufbau von Webseiten in ihrer Struktur beigetragen hat.

HTML = Hypertext Markup Language (Markup steht für Auszeichnung).

HTML4 wird uns zwar noch eine Weile begleiten, jedoch wird es irgendwann durch den Nachzug von neuen und optimierten Webseiten, durch HTML5 abgelöst werden. Gerade das Einbinden von Audios und Videos, was heute einen großen Einzug im Internet findet, gestaltet sich mit HTML4 als sehr schwierig und ist viel leichter mit HTML5 zu realisieren, weil es diese Möglichkeit bereits berücksichtigt.

Auch kommt uns HTML5 in Hinblick auf mögliche Sicherheitslücken bei Anwendungsfällen entgegen. Bestes Beispiel ist hier wohl die Verabeitung von Formularfeldern, welche bereits vor dem Versand auf Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft werden können. Bereits im HTML-Tag kann ich beispielsweise festlegen, ob es sich um ein Pflichtfeld handelt oder nicht.

Bei der ganzen Entwicklung möchte ich jedoch nicht vergessen zu erwähnen, dass natürlich CSS und die Webbrowser immer schön mitziehen müssen, damit sie das auch für uns übersetzt ausgeben können.


 


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